Tote Zähne werden oft mit Wurzelfüllungen behandelt, doch bergen diese Behandlungen häufig die Gefahr, dass sich in der Folge ein chronischer Entzündungsherd bilden kann. Die chronischen Entzündungen in diesem Herd können in der Folge für eine ständige Belastung der Abwehrkräfte sorgen und erschöpfen tagtäglich das Immunsystem. Zudem sind sie ein Katalysator für viele andere Krankheiten, die ebenfalls zu einer enormen Belastung werden können.

Die chronische Entzündung im Bereich des Kiefers hört in der Fachsprache auf den Namen "NICO" und ist ein leider häufig unentdecktes Krankheitsbild. Die vier Buchstaben "NICO" stehen für Neuralgia Inducing Caviational Osteonecrosis, also eine Osteonekrose oder ein Infarkt im Knochen. Erstmals beschrieben wurde dieses Phänomen von dem Amerikaner J.E. Bouquot von der Universität Houston, dessen Forschungen sich um Tote Zähne sowie um die Ursachen für die sehr schmerzhafte Trigeminus-Neuralgie drehten.

So entsteht die chronische Entzündung. Die chronische Kieferentzündung entsteht, wenn Knochenteile nicht richtig verknöchern, sondern sich mit Entzündungsgewebe, Toxinen, Schwermetallen oder Fettzzysten füllen. Die Ursache für solche eine chronische Entzündung sind in der Regel nicht verheilte Wunden nach einer Zahnentfernung. Diese Wunden können nicht richtig verheilen, weil ein Vitamin- und Nährstoffmangel an Vitamin D, Zink, Magnesium und Omega-3- Fettsäuren vorliegt und eventuell noch eine belastende Ernährung, bestehend aus vielen Zucker-, Weizen- und Kuhmilchprodukten hinzukommt. Anstatt dass die Wunde richtig verheilt und einen gesunden Knochen aufbaut, bildet sich an dieser Stelle nur eine dünne Knochenhülle. Ihr Inneres kann nicht richtig ausheilen und es lagern sich dort Toxine und Schwermetalle ab, die verantwortlich für den Entzündungsherd sind. Dieses Störfeld kann schwere Gesichtsschmerzen auslösen, bleibt in den meisten Fällen aber völlig unbemerkt, da keine klassischen Entzündungsmerkmale wie Schmerzen, Schwellungen oder Eiter auftreten. Nicht selten verwenden Fachleute bei solch einer Entzündung daher auch den Begriff silent inflammation (Stille Entzündung). Auch wenn die Entzündung vor Ort keine große Belastung auslöst, kann sie doch zu ganz erheblichen Beschwerden an anderen Stellen im Körper sorgen und das Immunsystem fortlaufend angreifen. Über die Nerven, die Blutbahnen und das Lymphsystem ist es möglich, dass die Giftstoffe auch zu weit entfernten Regionen im Körper gelangen. Einige Krankheitsbeispiele, die durch NICO ausgelöst werden können, sind Konzentrationsschwierigkeiten, Antriebslosigkeit oder andauernde Müdigkeit sowie Allergien. Aber auch Erkrankungen im Bereich der Drüsen, Rheuma oder Schilddrüsenprobleme sind mögliche Folgen. Im schlimmsten Fall können diese Entzündungen sogar Krebserkrankungen in Brust und Prostata auslösen.

NICOs entstehen hauptsächlich nach Entfernung von Weißheitszähnen, können aber in jedem zahnlosen Areal auftreten. Die Ursache hierfür ist eine falsche Ernährung mit viel Zucker, Weizen und Kuhmilchprodukten sowie ein Vitamin- und Nährstoffmangel: Vitamin D3 (Mangel an Sonne), Zink, Magnesium und Omega 3 Fettsäuren. Der Körper ist durch diese Mangelsituation mit Heilungsvorgängen häufig überfordert – er befindet sich sozusagen im „Winterschlaf“. Hinzu kommen noch chronische Stresszustände die das Immunsystem abschalten. Er ist nicht in der Lage, neues Gewebe aufzubauen, da schlicht und einfach die Nährstoffe dafür fehlen.

Für die perioperative Unterstützung der Knochenregenration hat sich unser Bone Healing Protkoll (BHP nach Dr. Dominik Nischwitz) bewährt, das wir bei allen chirurgischen Eingriffen bereits im Vorfeld zur Unterstützung der körpereigenen Regeneration einsetzen.