Facebook
Google+
Lesen Sie die Kontaktdaten ein Lesen Sie die Kontaktdaten ein
 

Tipps und Antworten
zum Thema Zahngesundheit

An dieser Stelle möchten wir Ihnen häufig gestellte Fragen rund um Zahnarztbesuch, Zahnpflege und Zahnersatz beantworten.

Ihre Frage wurde nicht beantwortet?

Kein Problem, denn unser freundliches Team steht Ihnen für Fragen oder zur Terminvereinbarung jederzeit telefonisch, via Kontaktformular oder vor Ort in Jena zur Verfügung.

Vor dem Besuch

Unser Team arbeitet interdisziplinär mit Internisten, Kieferorthopäden und HNO-Ärzten zusammen. In einem ersten Vorgespräch machen wir uns deshalb unter Berücksichtigung entsprechender Befunde ein ausführliches Bild über Ihre Zahnsituation und Ihre persönlichen Wünsche. Weiterhin erfolgt eine umfassende Erhebung aller Zahn-, Mund- und Kieferbefunde. Hilfreich dafür ist das Mitbringen bereits vorhandener Röntgenaufnahmen. 

Patienten, die uns zum ersten Mal aufsuchen, können sich vor oder nach Terminvereinbarung ein erstes Bild von unserer Praxis machen.

Checkliste für den Zahnarzttermin:

  • gute Laune mitbringen und die Angst zu Hause lassen (in der ersten Kennenlernssitzung wird grundsätzlich nicht gebohrt)
  • Zähne gründlich putzen und Zwischenräume mit Zahnseide reinigen (wenn Sie vor dem Besuch keine Zahnbürste zur Hand oder keine Zeit zum Putzen haben, stellen wir Ihnen in unserer Praxis gern eine Einmal-Zahnbürste und Zahnseide zur Verfügung)
  • Chipkarte und Bonusheft mitnehmen
  • Röntgenbilder (wenn vorhanden) einpacken
  • ausreichend essen (nach Durchführung der Zahnbehandlung ist eine Essenspause von 2-3 Stunden ratsam)

Pflegeempfehlungen

Ein Leben lang gesunde Zähne – geht das überhaupt?

Prophylaxe heißt das Zauberwort, denn Vorbeugen ist besser als Reparieren. In unserer Praxis bieten wir Ihnen als Ergänzung zur häuslichen Mundhygiene viele sinnvolle Prophylaxemaßnahmen, die Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch dauerhaft gesund halten.

Worauf kommt es bei Zahnpasta an?

Der hauptsächliche Bestandteil von Zahnpasten sind kleine Putzkörper, die den mechanischen Reinigungseffekt der Zahnbürste unterstützen. Auch Fluoride erfüllen als Bestandteil der Zahnpasta eine wichtige Funktion, denn sie verstärken die Kristallstruktur des Zahnschmelzes und schützen ihn so vor den schädlichen Säuren der Bakterien. In den meisten handelsüblichen Zahnpasten ist Fluorid enthalten. 

Tipp: Als zusätzlichen Schutz vor Karies empfehlen wir die regelmäßige (im Idealfall halbjährliche) vollständige Fluoridierung der Zahnflächen bei einer professionellen Zahnreinigung.

Tabuthema Mundgeruch

Im Gegensatz zu landläufigen Behauptungen entsteht Mundgeruch nur in sehr seltenen Fällen im Magen. Meist sind unbehandelte Karies, entzündetes Zahnfleisch, Rauchen, mangelnde Mundhygiene, eine nicht ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit, Mundatmung oder Zungenbeläge für das unangenehme und oft peinliche Phänomen verantwortlich.

Wenn Sie unter Mundgeruch leiden, kann Ihnen Ihr Zahnarzt also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit helfen. Zögern Sie nicht, einen Termin zu vereinbaren und mit uns über Ihr Problem zu sprechen.

Sind elektrische Zahnbürsten wirklich besser als Handzahnbürsten?

Prinzipiell ja. Denn die elektrischen Zahnbürsten, die in den vergangenen Jahren einen wichtigen Platz im Bereich Zahnpflege eingenommen haben, überzeuge durch kleine Bürstenköpfe, gute Putzbewegungen und sinnvolle Timerfunktionen. Wenn Sie in ein hochwertiges Modell investieren, sichern Sie sich mit einer elektrischen Zahnbürste ein besonders sauberes Gefühl nach dem Zähneputzen.

Welche Zahnbürste ist die Richtige für mich?

In Drogeriemärkten und Kaufhäusern ist die Auswahl an Zahnpflegemitteln riesig. Als Laie kann man nur schwer erkennen, welche Zahnbürste zu den individuellen Bedürfnissen passt. Eine zuverlässige Auskunft kann Ihnen aber Ihr Zahnarzt geben, indem er Ihren Gebisstyp, Ihr Alter und Ihre Motorik berücksichtigt.

Vorbeugung

Wie entsteht Karies (Zahnfäule)?

Die Basis für die Entstehung von Karies ist ein bakterieller Zahnbelag (Plaque), der sich an der Zahnoberfläche ablagert. Bestimmte Bakterien in diesem Belag wandeln den mit der Nahrung aufgenommenen Zucker in Säure um und geben diesen an die Zahnoberfläche weiter. Die Folge: Entkalkung und im weiteren Verlauf ein Loch in der Zahnoberfläche.

Wie kann ich der Entstehung von Karies vorbeugen?

Die Basis gesunder Zähne ist in jedem Fall die tägliche, gründliche Mundhygiene. Sie sollten Ihre Zähne am besten nach jeder Mahlzeit putzen, mindestens jedoch zweimal täglich. Dabei dürfen Sie auch die Zahnzwischenräume nicht vergessen: Diese können mit einer Zahnzwischenraumbürste oder Zahnseide gereinigt werden.

Auch eine gesunde Ernährung ist ein wichtiger Grundpfeiler für ein gesundes Gebiss. Natürlich müssen Sie nicht vollkommen auf Zucker verzichten. Sie sollten Ihren Zuckerkonsum jedoch möglichst einschränken, um der Entstehung von Karies effektiv vorzubeugen. Nach zuckerreichem Essen ist eine gründliche Reinigung der Zähne besonders wichtig. Außerdem ist es für die Zähne vor allem schädlich, wenn Sie über den Tag verteilt immer wieder kleine Mengen Zucker zu sich nehmen.

Darüber hinaus spielt der halbjährliche Kontrollbesuch beim Zahnarzt eine bedeutende Rolle, um die Bildung von Karies frühzeitig zu erkennen. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen einmal im halben Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen – hier werden auch alle kniffligen Stellen gereinigt, die Sie mit Ihrer üblichen Zahnpflege nicht erreichen.

Kann man "schlechte Zähne" erben?

Karies ist definitiv keine Erbkrankheit! Denn Karies entsteht durch zuckerreiche Ernährung und mangelnde Mundhygiene. Mit einem gesunden Lebenswandel, der richtigen Zahnpflege und regelmäßiger Vorsorge kann jeder Mensch seine Zähne langfristig gesund halten.

Können Piercings im Mund Schäden verursachen?

Aus zahnmedizinischer Sicht ist von Piercings in Lippe und Zunge dringend abzuraten, da diese bei der Kaubewegung zwischen die Zähne geraten und so zu Zungen- bzw. Lippenverletzungen oder sogar Frakturen (Abplatzungen) am Zahnschmelz führen können.

Wie oft soll ich zur Kontrolluntersuchung die Zahnarztpraxis aufsuchen?

Für den Erhalt des vollständigen Bonus in Ihrem Bonusheft ist zwar nur ein Stempel pro Jahr vorzuweisen, Zahnärzte empfehlen aber dennoch eine halbjährliche Vorsorgeuntersuchung – im Idealfall kombiniert mit einer professionellen Zahnreinigung. So schützen Sie Ihre Zähne effektiv vor Karies (Zahnfäule) und Parodontose (Zahnfleisch- und Knochenschwund.

Kinder, Jugendliche und Patienten mit Zahnersatz (Brücken, Geschiebe, Teleskope und Implantate) sollten unbedingt häufiger als nur zwei Mal im Jahr ihren Zahnarzt aufsuchen.

Ihr behandelnder Zahnarzt kann die Häufigkeit der Kontrolluntersuchungen (abhängig von Gebisstyp, Alter und eventuellen Vorerkrankungen) individuell mit Ihnen abstimmen.

Meine Zahnfarbe ist zu dunkel, was kann ich tun damit sie heller wird?

Eine ungewünschte Zahnfarbe kann genetische Ursachen haben. In den meisten Fällen ist sie aber selbstverschuldet und auf den Konsum von Kaffee, Tee, Tabak und Rotwein zurückzuführen. 

Derartige Verfärbungen oder Ablagerungen auf den Zähnen lassen sich mit einer professionellen Zahnreinigung leicht entfernen. Diese wird von einer speziell ausgebildeten zahnmedizinischen Fachangestellten durchgeführt.

Beim längeren Vorhandensein von Belägen an der Zahnoberfläche entstehen durch die Säurewirkung der Bakterien kreidig-weißliche Flecken. Die regelmäßige Durchführung einer PZR ist daher unbedingt zu empfehlen, um Ihre Zähne aufzuhellen und dauerhaft weiß zu halten, ohne die natürliche Zahnsubstanz zu schädigen.

Was ist eine Professionelle Zahnreinigung (PZR)?

Eine professionelle Zahnreinigung umfasst folgende Behandlungsschritte:

  • zahnmedizinische Untersuchung
  • vollständige Entfernung aller harten (Zahnstein, Verfärbungen) und weichen (Plaque) Ablagerungen auf Zahn- und erreichbaren Wurzeloberflächen
  • Reinigung aller sichtbaren Zahnwurzeln und Zahnzwischenräume
  • Politur von Zahnkronen und klinisch sichtbaren Zahnwurzeloberflächen
  • Fluoridierung (Zahnschmelzhärtung)
  • auf Zahnstellung und Gebisstyp abgestimmte Mundhygieneinstruktion

Wie oft sollte man eine PZR im Jahr durchführen lassen?

In der Regel ist die Durchführung einer PZR im Abstand von 6 Monaten absolut ausreichend. Bei hoher Kariesanfälligkeit, bei Kindern und aufwendigem Zahnersatz sind unter Umständen geringere Abstände indiziert.

Wird eine PZR von der Krankenkasse bezahlt?

Gesetzliche Krankenkassen müssen die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung (PZR) nicht übernehmen, da es sich um eine Privatleistung handelt. Allerdings zahlen die meisten Krankenkassen Ihren Versicherten einen festen Zuschuss zur PZR – informieren Sie sich hierzu am besten bei Ihrer Krankenversicherung.

Kostet eine Schwangerschaft wirklich einen Zahn?

Dass eine Schwangerschaft immer unweigerlich mit dem Verlust eines Zahns einhergeht, ist natürlich ein Ammenmärchen. Dass Zähne und Zahnfleisch während der Schwangerschaft aber besonders anfällig für Karies und Entzündungen sind, entspricht durchaus der Wahrheit. Ursächlich dafür ist die hormonelle Umstellung, durch die das Zahnfleisch lockerer wird. Wer jetzt nicht sorgfältig pflegt, riskiert eine Paradontitis (Zahnfleischentzündung) und schlimmeres. Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten daher rechtzeitig nötige Gebisssanierungen vornehmen lassen.

Wann sollten Mütter das erste Mal mit ihrem Kleinkind eine Zahnarztpraxis aufsuchen?

Ein erster Besuch bei Ihrem behandelnden Zahnarzt ist nach dem Durchbruch der Milchzähne zu empfehlen. Im Schnitt endet die Durchbruchsphase im zweiten Lebensjahr – dann sind für gewöhnlich alle Milchzähne vorhanden. 

Zahnärztliche Behandlungen sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil der Milchzahnprophylaxe, sondern helfen Ihrem Kind auch dabei, in den frühen Lebensjahren eine Vertrauensbasis zum behandelnden Zahnarzt aufzubauen und den Besuch als etwas Selbstverständliches kennenzulernen, vor dem man keine Angst zu haben braucht.

Bei regelmäßiger Kontrolle kann Ihr Zahnarzt außerdem frühzeitig feststellen, ob Zähne und Kiefer Ihres Kindes richtig zueinander stehen. Im Falle einer Fehlstellung folgt auf die Diagnose die umgehende Überweisung in eine kieferorthopädische Praxis.

Weshalb sind gesunde Milchzähne wichtig?

Auch wenn Milchzähne keine bleibenden Zähne sind, für die Gesundheit, die Funktion des Kauapparates und das Wohlbefinden Ihres Kindes spielen sie eine große Rolle. Außerdem übernehmen Milchzähne eine wichtige Funktion während der Gebissentwicklung. Können Sie diese Funktion aufgrund von Schäden nicht erfüllen, entstehen auch Probleme bei den bleibenden Zähnen. Um langfristig für die Zahngesundheit Ihres Kindes vorzusorgen, sollten Sie deshalb ab dem Durchbruch der Milchzähne regelmäßig mit Ihm zum Zahnarzt gehen.

Füllungen & Zahnersatz

Implantate

Implantate erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – und das nicht ohne Grund. Denn sie sind komfortabel, langlebig und überzeugen auch optisch auf ganzer Linie. 

"Implantat" – das bedeutet Einpflanzung. Gemeint ist damit eine künstliche Zahnwurzel, die die verloren gegangene Wurzel ersetzt. Auf dieses Implantat wird eine Krone aus Keramik angebracht.

Wenn ein Implantat zum Schließen nur einer Zahnlücke verwendet wird, können Nachbarzähne vor dem Beschleifen geschützt werden, da somit die Funktion als Brückenpfeiler entfällt.

Weitere Vorteile von Implantaten:

  • Langlebigkeit
  • Schutz des Kieferknochens vor Knochenschwund (Atrophie)
  • stabiler Sitz
  • kein Wackeln
  • natürliche Optik

Wann werden Zahnimplantate angewandt?

Zahnimplantate werden vor allem eingesetzt, um einzelne Zähne zu ersetzen,  deren Verlust zum Beispiel durch einen Unfall oder eine Zahnerkrankung verursacht wurde. Sollten Sie Träger einer Teil- oder Totalprothese sein und sich wieder festsitzende Zähne wünschen, sind Zahnimplantate auch hierfür eine Lösung.

Implantatmaterial

Implantate bestehen aus Titan, einem biologisch sehr verträglichem Werkstoff. Allergische Reaktionen auf dieses Material sind bisher nicht bekannt.

Das Einsetzen eines Implantats erstreckt sich über mehrere Behandlungssitzungen. Zuerst muss festgestellt werden, ob eine Implantation überhaupt möglich ist. Dies lässt sich anhand einer genauen Modellanalyse, Röntgenuntersuchung und unter Berücksichtigung eventueller Vorerkrankungen feststellen. 

Um über viele Jahre Freude an Ihrem Implantat zu haben, ist eine gute Mundhygiene sowie regelmäßige Prophylaxe unbedingt notwendig. 

Verläuft das Einsetzen eines Zahnimplantates wirklich schmerzfrei?

Das Einsetzen eines Implantates verläuft schmerzfrei, da der Eingriff unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Bis auf das kurze Piksen der Betäubungsspritze haben Sie also nichts zu befürchten. Wie bei jedem chirurgischen Eingriff können jedoch postoperative Schmerzen auftreten, denen mit leichten Schmerzmitteln entgegengewirkt wird. Außerdem sind die Beschwerden bei einer regulären Implantation meist gering und nach 2-3 Tagen abgeklungen.

Wie fühlt sich ein eingesetztes Zahnimplantat in der Mundhöhle an, sieht man es von außen?

Der Vorteil von Implantaten besteht in dem besonders natürlichen Zahn- und Kaugefühl – sie fühlen sich fast genau wie Ihre eigenen Zähne an. Durch die sichere Verankerung des Zahnimplantates im Kieferknochen sitzt der Zahnersatz besonders fest. So haben Sie einen kräftigen Biss und können wie gewohnt Kauen.

Darüberhinaus überzeugen Zahnimplantate auch durch eine natürliche Optik: Die künstliche Krone aus Keramik wird Ihren Zähnen in Form und Farbe angepasst und der restliche Teil des Implantates liegt unsichtbar im Kiefer verborgen.

Veneers

Veneers sind hauchdünne, vom Zahntechniker individuell gefertigte Keramikschalen, mit denen sich Zähne verlängern und verkürzen lassen. Am häufigsten werden Veneers aber verwendet, um die Zahnfarbe zu verändern oder schief gewachsene Zähne optisch zu richten. 

Auch Lücken zwischen den Zähnen können mit Veneers geschlossen werden, indem der Zahnarzt lediglich eine sehr dünne Schicht vom Zahnschmelz im sichtbaren Bereich präpariert.

Inlays aus Keramik oder Gold

Einlagefüllungen aus Keramik oder Gold sind eine besonders langlebige Füllungsvariante für Ihre Zähne. Sie werden nach einem Abdruck gefertigt, den der Zahnarzt zuvor vom entsprechenden Hohlraum nimmt. Nachdem die Füllung im zahntechnischen Labor individuell gefertigt wurde, kann sie mit einem Spezialkleber in den Hohlraum eingesetzt werden.

Komposite (Mehrschichtkunstoffüllungen)

Bei diesem Füllungsverfahren wird der ausgebohrte Hohlraum mittels eines plastischen Komposites in mehreren Schichten wieder aufgefüllt und mit einem blauen Licht ausgehärtet. Sowohl im Front- als auch im Seitenzahnbereich ist dieses Material unter Berücksichtigung der Größe der Füllung sehr gut einsetzbar.

Mithilfe dieser Behandlungsmethode lassen sich auch Lücken zwischen den Zähnen verkleinern bzw. schließen. Auch Verfärbungen im Zahnschmelz und die Form der Zähne können auf diese Weise ästhetisch sehr positiv beeinflusst werden. 

Die hervorragenden Hafteigenschaften des Materials garantieren eine substanzschonende Füllung – weitaus sanfter als eine herkömmliche Füllung mit Amalgam.